Fahrzeugeinrichtung Schweiz

Schubladensysteme für Transporter: was hineinpasst und was sie tragen

Ein Schubladensystem ist der Teil der Fahrzeugeinrichtung, den Sie jeden Tag anfassen: Schubladen auf Führungsschienen, eingebaut in Schubkästen im Regalraster. Jede fährt ganz heraus, verriegelt beim Zuschieben von selbst und trägt 40 Kilogramm, ab 130 Millimetern Höhe mit zusätzlichen Führungsschienen 60. Eine Grundausstattung mit Regalzeile, drei Schubladen, Bodenplatte und Ladungssicherung kostet CHF 3’000 bis 7’000, eingebaut übers Wochenende.

Regalzeile im Laderaum eines Kastenwagens: links ein Block mit drei Schubladen und vier Koffern über dem Radkasten, rechts zwei offene Fachböden

Formate

Welche Schubladen passen in den Transporter?

In einem Schubladensystem wählen Sie die Höhe nach dem, was hineinkommt; die Breite ergibt sich aus dem Schubkasten. Die Schubkästen folgen dem Raster der Regalzeile im Lochraster und sind 507, 760 oder 1014 Millimeter breit; darin laufen Schubladen zwischen 300 und 900 Millimetern Breite, 350 oder 400 Millimeter tief.

Ein häufiger Planungsfehler ist die zu hohe Schublade: In 200 Millimetern stapelt sich Werkzeug, bis das Gesuchte wieder zuunterst liegt. Flache Schubladen mit 66 oder 100 Millimetern zeigen alles auf einen Blick, für Elektro- und Servicebetriebe planen wir deshalb meist mehrere davon ein.

In der Linie KINTEC Pro mit geschlossenen Seitenwänden sind die Schubladen 410 oder 475 Millimeter breit, 362 tief und 91, 124 oder 154 Millimeter hoch.

Schubladenformate nach Höhe: Breite × Tiefe in Millimetern, Traglast und typischer Inhalt
HöheBreite × Tiefe (mm)TraglastGedacht für
66 mm715 × 400900 × 40040 kgBits, Messgeräte, Handwerkzeug in einer Lage
100 mm440 × 350900 × 350900 × 40040 kgZangen, Steckschlüsselsätze, Kleinteile in Schachteln
130 mm440 × 350715 × 35040 kg, verstärkt 60 kgAkkugeräte ohne Koffer, Fittings, Kabelzubehör
200 mm300 × 350715 × 35040 kg, verstärkt 60 kgKartuschen, Sprays, Schleifmittel
440 × 35080 kgSchweres Kleinmaterial: Dübel, Anker, Schrauben in Grosspackungen

«Verstärkt» heisst: zusätzliche Führungsschienen, möglich ab 130 mm Höhe. Die 80 kg der hohen Schublade 440 × 350 mm sind die Angabe des Herstellers KINTEC.

Aufbau

Was in jeder Schublade steckt

Eine Schublade kommt nicht leer: Zu den Standardschubladen gehören ab Werk ein Schienenpaar, zwei Trennwände und eine Antirutschmatte.

Zwei geöffnete Metallschubladen mit Trennstegen und schwarzen Antirutschmatten

Trennwände und Matte gegen das Wandern

Die zwei Trennwände stecken in Kunststoffhaltern und teilen die Schublade in Fächer. Wer feiner unterteilen will, setzt weitere ein, es gibt sie in 96 und 126 Millimetern Höhe. Die Antirutschmatte hält den Inhalt auch dann an Ort, wenn die Schublade halb leer ist: Ohne sie rutscht ein Satz Bits bei jeder Kurve an die Wand.

Eine Aluminiumschublade von 715 Millimetern Breite wiegt knapp 4 Kilogramm. Das zählt, denn jedes Kilogramm Einrichtung fehlt als Nutzlast: Eine ganze Fahrzeugseite mit zwei Schubkästen und sieben Schubladen, dazu Regalwannen, Radkastenverkleidung und Kofferhalter, bringt rund 100 Kilogramm auf die Waage.

Vollauszug, Verriegelung, mehr Schienen für mehr Last

Die Schublade läuft auf einem Schienenpaar und fährt ganz heraus. Auch das hinterste Fach liegt dann frei, ohne dass jemand in den Laderaum steigt. Beim Zuschieben rastet die doppelte Schliessung automatisch ein, die Schublade bleibt zu, bis jemand den Griff zieht.

Ab 130 Millimetern Höhe lässt sich eine Schublade mit zusätzlichen Führungsschienen ausrüsten, dann trägt sie 60 statt 40 Kilogramm. Was schwerer ist als die 80 Kilogramm der hohen Schublade, gehört auf einen Schwerlastauszug mit 230 Kilogramm Traglast — dort fährt das Gerät offen auf einem Schlitten statt in einem Kasten.

Vollständig ausgezogene Metallschublade auf Kugelführung, Nahaufnahme der Auszugsschiene

Fahrsicherheit

Warum eine Schublade in der Kurve zu bleiben muss

Eine Schublade geht in ihrer Laufrichtung auf. An der Seitenwand ist das genau die Richtung, in die jede Kurve und jedes Ausweichmanöver drückt. Die Norm für Ladungssicherung, EN 12195-1, rechnet zur Seite mit der Hälfte des Ladungsgewichts: 40 Kilogramm Werkzeug ziehen dann mit rund 20 Kilogramm an der Verriegelung. Gibt sie nach, liegt der Inhalt im Gang, und im schlechtesten Fall fliegt er weiter.

Das Bundesgericht verlangt mehr als eine Vollbremsung: Ladung muss auch bei einem leichten Unfall an Ort bleiben. So hat es 2009 entschieden, nachzulesen in der Zusammenfassung der BFU zu diesem Urteil. Für ein Schubladensystem heisst das: eine Verriegelung, die von selbst schliesst, und Schubkästen, die an den Befestigungspunkten des Fahrzeugs sitzen, statt nur auf dem Boden zu stehen.

Die Einrichtung, in der die Schubladen laufen, hat Hersteller KINTEC zweifach prüfen lassen: im Verzögerungsversuch nach der INRS-Norm NS 286 und im Frontalaufprall nach ECE R17.

Eine Schublade mit 40 kg Inhalt drückt …

Zur Seite, in Kurven und beim Ausweichen
rund 20 kg
Nach vorn, bei einer Vollbremsung
rund 32 kg
Nach hinten, beim Anfahren
rund 20 kg

Beiwerte nach EN 12195-1: nach vorn das 0,8-fache des Ladungsgewichts, zur Seite und nach hinten das 0,5-fache. Für Schubladen an der Seitenwand zählt vor allem die erste Zeile: Bremsen und Anfahren wirken quer zu ihrer Laufrichtung, Kurven genau in ihr.

Planung

Wo welche Schublade hingehört

Die Belegung folgt dem Takt der Arbeit: Messgerät und Akkuschrauber, die zwanzigmal am Tag gebraucht werden, liegen auf Hüfthöhe. Schwere Schubladen sitzen unten, dort halten sie den Schwerpunkt des Fahrzeugs tief, und niemand zieht 40 Kilogramm auf Brusthöhe heraus.

Hinter der Schiebetür steht ein Schubladenblock am besten mit den Fronten zur Türöffnung. Sie greifen dann vom Trottoir aus hinein, ohne einzusteigen, und die Beifahrerseite liegt in der Schweiz ohnehin auf der Seite des Trottoirs.

Blick durch die offene Seitentür auf einen Schubladenblock im Laderaum, auf dem Dach ein Träger mit Leiter

Wie das Schubladensystem aufgeteilt wird, legen wir vor der Bestellung auf der Zeichnung mit jeder einzelnen Schublade fest, für Fahrer- und Beifahrerseite und das Heck. Betriebe mit vielen kleinen Teilen finden die Schubladenaufteilung für Elektroinstallateure auf einer eigenen Seite. Fünf Systeme für kleine Kastenwagen vergleicht der Beitrag Schubladensysteme für kleine Transporter im Vergleich.

Preis und Einbau

Was ein Schubladensystem kostet

Grundausstattung: Regalzeile, drei Schubladen, Bodenplatte, Ladungssicherung
CHF 3’000–7’000
Vollausbau mit Schubladenblöcken und Koffertablaren
CHF 8’000–15’000
Schubladen nachrüsten
nach Zeichnung
Garantie
3 Jahre, ALU-TECH 9 Jahre

Beratung, Zeichnung und Montage sind in jedem Preis enthalten. Wie sich die Summen zusammensetzen, zeigen die drei durchgerechneten Ausbaustufen.

Ein komplettes Regalsystem mit Schubladen ist in vier bis acht Stunden montiert. Der Termin liegt deshalb am Wochenende: Freitagabend bringen, Montagmorgen abholen. Wer mit einer Regalzeile startet, kann Schubladen in einen bestehenden Ausbau einsetzen lassen, sobald der Alltag zeigt, wo sie fehlen, und beim nächsten Fahrzeug ziehen rund 80 Prozent der Teile mit um.

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen zu Traglast, Formaten, Verriegelung und Preis der Schubladen im Transporter.

Wie viel Gewicht trägt eine Schublade im Transporter?

Eine Standardschublade trägt 40 Kilogramm. Ab 130 Millimetern Höhe lässt sie sich mit zusätzlichen Führungsschienen ausrüsten und trägt dann 60 Kilogramm; die hohe Schublade im Format 440 × 350 × 200 Millimeter ist vom Hersteller für 80 Kilogramm ausgelegt. Was schwerer ist, etwa ein Stromerzeuger, gehört nicht in eine Schublade, sondern auf einen Auszugsschlitten mit 230 Kilogramm Traglast.

Welche Höhen und Breiten haben Schubladen für die Fahrzeugeinrichtung?

Die Schubladen, die Fahrzeugeinrichtung Schweiz einbaut, sind 66, 100, 130 oder 200 Millimeter hoch, zwischen 300 und 900 Millimeter breit und 350 oder 400 Millimeter tief. In der geschlossenen Linie KINTEC Pro messen sie 410 oder 475 Millimeter in der Breite, 362 in der Tiefe und 91 bis 154 in der Höhe. Welches Format wohin kommt, steht vor der Bestellung auf der Zeichnung.

Können Schubladen während der Fahrt aufgehen?

Nicht, wenn sie verriegelt sind — und das geschieht beim Zuschieben automatisch. Nötig ist das, weil eine Schublade an der Seitenwand in der Richtung aufgeht, in die jede Kurve drückt: Die Norm EN 12195-1 rechnet zur Seite mit der Hälfte des Ladungsgewichts. 40 Kilogramm Werkzeug ziehen beim Ausweichen also mit rund 20 Kilogramm an der Verriegelung.

Was kostet ein Schubladensystem für den Transporter?

Eine Grundausstattung mit Regalzeile, drei Schubladen mit Vollauszug, Bodenplatte und Ladungssicherung kostet bei Fahrzeugeinrichtung Schweiz zwischen CHF 3’000 und 7’000. Ein Vollausbau mit Schubladenblöcken auf beiden Seiten und Koffertablaren liegt bei CHF 8’000 bis 15’000. Beratung, Zeichnung und Montage sind jeweils inbegriffen, die Offerte kommt innerhalb von 24 Stunden.

Lassen sich Schubladen später nachrüsten?

Ja. Die Schubkästen sitzen im selben Raster wie Fachböden und Koffertablare, ein zusätzlicher Block lässt sich deshalb auch Jahre später in eine bestehende Regalzeile einbauen, ohne dass etwas herausgerissen wird. Der Preis richtet sich nach der Zeichnung. Beim Fahrzeugwechsel ziehen rund 80 Prozent der Komponenten mit um, Schubladen eingeschlossen.

Wie lange dauert der Einbau eines Schubladensystems?

Ein komplettes Regalsystem mit Schubladen ist in vier bis acht Stunden montiert. Fahrzeugeinrichtung Schweiz legt den Termin aufs Wochenende: Freitagabend bringen, Montagmorgen abholen, kein Werktag ohne Fahrzeug. Wer das Fahrzeug nicht selbst bringen kann, nutzt den Abhol- und Bringservice.

Schicken Sie uns Ihre Werkzeugliste

Fahrzeugmodell, Gewerk und eine grobe Liste dessen, was täglich mitfährt: Daraus entsteht der erste Vorschlag mit Schubladenhöhen, Preis und Termin. Die Offerte kommt innerhalb von 24 Stunden.

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Günstiger Preis bedeutet bei uns nicht billige Qualität. Unsere Systeme werden von KINTEC GmbH produziert – mit über 25 Jahren Erfahrung einer der führenden europäischen Hersteller.

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